Anleitung zur Gefühlsliste

ETB® ist eine hochwirksame Methode zur Behandlung von Ängsten. Ängste treten immer auf, ein angstfreies Leben ist nicht möglich, das trifft ebenso auf die weiteren angeführten sogenannten „negativen Gefühle“ zu.
Die Auflistung der Gefühle ist in einer hierarchischen Struktur, d.h. die zu unterst angehängten, zusammen genannten sind in diesem Bezugsrahmen die „niedrigsten“ Gefühlszuständen, in dem Sinne, dass diese am meisten belasten, wie z.B. Gefühle der Scham. (Positive Gefühle sind Freude, Harmonie, Sicherheit, Liebe und was auch immer die positiven Gefühlszustände für jeden Einzelnen sein mögen.) Ich vertrete die Annahme, dass verdrängte, weggeschobene, „vergessene“, ins Unbewusste „abgeschobene“ Gefühle ihre „Problematik“ in der Form entwickeln, dass daraus psychosomatische Störungen entstehen, als körperliche Schmerzzustände, als Schmerzreaktionen auf seelische Konflikte. Je intensiver und je häufiger ein als negativ erlebtes Gefühl  (Angst, Wut, Trauer, Schuld, Scham) auftritt, umso aufwendiger muss es verdrängt werden.
Je „geübter“ jemand im „verschwinden lassen“ seiner Gefühle ist (weil schon lange….immer…) umso weniger hat er im Hier und Jetzt einen Zugang zu ihnen.

Die Intensität der negativen Gefühle ist ein Hinweis auf ihre Behandlungsbedürftigkeit.
Beispiel: wenn wir sagen, die Angst ist vorbei, nicht mehr spürbar, dann soll das auf einer gedachten Skala „0“ bedeuten.
Wenn der Zustand als „unaushaltbar“, „absolut schrecklich“, „existentiell belastend“ o.ä. erlebt wird, hätte dieser auf der gedachten Skala eine „10“.
Wenn nun das erlebte negative Gefühl der Angst bei einer Selbsteinschätzung bei 5+ ist, dann ist dieser Zustand behandlungsbedürftig. Ein belastender Zustand von 5, also eine Situation, die so „halbe-halbe“ ist, der ist aushaltbar, vor allem unter 5.
Eine Ausnahme bilden Schamgefühle. Hier ist ein „gefühlter Schamzustand“ von 3 bereits behandlungsbedürftig, weil Zustände der Scham mehr belasten.

Die „Gefühlsliste“ erfüllt also mehrere Aufgaben:

  1. Selbstbeobachtung, d.h. die Tatsache, dass ich meinen als negativ erlebten Gefühlen  Aufmerksamkeit schenke (diese Erfahrung ist u.U. neu !)
  2. Wenn ich mir die Ziffer (Intensität) und die näheren Umstände auf einem separaten Blatt notiere, arbeite ich gegen das Vergessen und Verdrängen, was der  erste Schritt zur Heilung sein kann
  3. Gefühle empfinde ich anderen Personen und mir gegenüber (wichtig auf der Liste)
  4. Diese gefühlten und erlebten kleinen „Dramen“ – zum Behandlungstermin mitgebracht – implizieren schon die Hoffnung der (Auf)Lösung
  5. Die (Auf)Lösung ist durch ETB® möglich, weil diese besagten Gefühle mit den dazugehörigen Familienthemen, unbewussten Zusammenhängen und Einzelschicksalsfragen durch die therapeutisch wirkende Berührung (auf)gelöst werden können
  6. Beschleunigt wird der Prozess dadurch, dass sich der Patient durch Schulung seiner mentalen Fähigkeiten bewusst wird und in die Lage kommt, sich selbst zu behandeln.